Star A9000 Test

Freitag, 15. 04. 2011 - 14:15 Uhr in Hardware

Neu: EUR 122,00   Gebraucht: EUR 122,00

Durchschnittswertung:

2.5 von 5 Sternen
Release Datum:

China Handys?

Die Handys aus Fernost haben lange Zeit einen schlechten Ruf genossen, schließlich waren sie immer als einfache “iPhone Klone” im Gespräch, doch dass dieses Klischee falsch ist, beweist das A9000 vom Cect-Shop.

Natürlich trägt auch Android seinen Teil zum neuen Image bei, denn seitdem Googles Betriebssystem veröffentlicht wurde, müssen die chinesischen Hersteller nicht mehr günstige Eigenproduktionen nutzen, sondern können sich voll und ganz auf Android verlassen. Durch diesen Umstand sind die Smartphones aus China mittlerweile eine echte Alternative, denn zum einen besitzen sie oft ein modernes (weil kopiertes) Design, zum anderen sind sie mit Android gut ausgestattet und lassen sich durch Apps im Funktionsumfang beliebig erweitern.

Der Lieferumfang

Das A9000 erreichte uns mit gleich zwei Akkus, einer 2 Gigabyte Speicherkarte, einem Stift (optional für den Touchscreen), Headset, einem USB-Kabel, Ladestecker, sowie einer kleinen Bedienungsanleitung. Wer bei zwei Akkus, wie wir, gleich an schnellen Verschleiß und geringe Leistung denkt, denkt falsch. Der Akku hält lange, wird nicht warm und auch sonst zeigten sich keine Mängel. Mehr zu diesem Thema gibt aber erst weiter unten, bei den Leistungsdaten.

Das Star A9000 kommt in edlem schwarz daher.

Das A9000 in der Übersicht

Mit dem A9000 lieferte uns DHL-Express ein Päckchen Freude, denn Technik begeisterte sind mit dem Smartphone automatisch glücklich. Selbiges liegt vor allem daran, dass das A9000 nahezu alle gängigen Funktionen und Spielereien unterstützt, die in Smartphones von Markenherstellern oft nur teilweise oder zu einem deutlich höheren Preis angeboten werden.

So gibt es WiFi, Java, Bluetooth, zwei integrierte Kameras, Analog TV und GPS. Der TV-Empfang ist in Deutschland aber nicht möglich und GPS scheint nur leeres Marketing vom Hersteller zu sein, weshalb die letzten beiden Features dann doch fehlen. Macht aber nichts, denn mit Wifi und dem App-Store können wir das A9000 mit schier unendlich vielen Funktionen erweitern.

Schick und Trendy

Das A9000 kopiert, wie eigentlich die meisten Smartphones aus China, sein Design von einem Markengerät. Gerade deswegen, sind die Geräte aber vermutlich so beliebt, denn sie sehen schick und trendy aus, ohne über 500 Euro zu kosten. Die Verarbeitung des A9000 ist dabei durchaus in Ordnung. Uns fielen beim überprüfen jedenfalls keine größeren Mängel, wie unpassende Teile oder schlampige Verarbeitung, auf.

Die Kamera ist nicht wirklich gut, die allgemeine Verarbeitung hingegen ist okay.

Die Leistungsdaten

Nach dem Akku-Shock beim auspacken, stellte sich schnell Erleichterung ein. Die zwei Akkus sind zwar toll zum wechseln, doch zwingend benötigt werden sie nicht. Selbst als wir 3 Stunden am Stück gespielt und den App-Store bzw. W-LAN benutzt haben, blieb das A9000 voll funktionstüchtig und lieferte noch genug Energie, um locker den Rest des Tages , sowie den folgenden Morgen zu schaffen. Bei extremer Nutzung mussten wir es zwar nach zwei Tagen wieder aufladen, doch dieser Zeitraum ist auch völlig okay. Insgesamt waren wir mit der Akkuleistung also mehr als zufrieden und kennen sogar Markengeräte, bei denen der Akku deutlich schneller schlapp macht.

Der Prozessor des A9000 mag zwar nicht so stark sein, wie bei der teuren Konkurrenz, doch zu schwach ist er auch nicht. Musik-Wiedergabe, eBooks, Videos und Filme, alles kein Problem. Wir haben wirklich so ziemlich alles getestet, was irgendwie möglich ist, ohne einen Freeze zu erleben oder von langsamer Geschwindigkeit genervt worden zu sein. Zwar müssen wir der Fairness halber erwähnen, dass einige Markengeräte insgesamt schneller laufen, doch das A9000 kostet im Vergleich zu diesen auch weniger als die Hälfte.

Display und Maße

Das A9000 besitzt eigentlich genau die richtigen Maße, ist aber eventuell ein wenig zu dick ausgefallen. So misst es ca. 11cm in der Höhe, ca. 6cm in der Breite und letztendlich einen guten Zentimeter in der Tiefe. Damit ist das Handy zwar handlich, aber durchaus etwas zu dick geraten.

Der Touchscreen ist ein Resistiver, funktioniert also nach dem üblichen Folienprinzip. Damit ist es zwar nicht die beste Technik gewählt worden, doch funktionstechnisch gab es während dem Test nichts zu beanstanden. Einzig und allein das etwas “dicke” Design, könnte den ein oder anderen in der Tasche stören.

Die Maße des A9000 sind angenehm und das Handy ist gut zu bedienen.

Android auf dem A9000

Googles Betriebssystem Android überzeugte uns direkt nach dem Start und ist, im Gegensatz zu dem vom iPhone oder anderen Geräten, durchaus mit dem eines PC’s vergleichbar. Insgesamt haben wir bei Android fünf verschiedene Desktops, die wir mit einem einfachen Fingerwischen wechseln können. Jeden einzelnen Desktop können wir dabei entweder mit Icons, also Verknüpfungen, vollpacken, oder wir integrieren Widgets.

Durch den App-Store, in dem es auch viele Anwendungen kostenlos gibt, sind hier kaum Grenzen gesetzt. Von der einfachen Uhr, bis zum Wetter Widget oder gar einem RSS-Reader bzw. einem Pokerspiel, ist hier wirklich alles möglich. Überhaupt scheint das A9000 mit Android keine Grenzen zu kennen, denn durch den eben schon erwähnten App-Store, lässt sich das Smartphone durch unzählige Funktionen erweitern. Waren Handys aus China früher also nur Kopien bekannter Marken, mit dem gleichen aussehen, aber nicht den gleichen Funktionen, wurde dieser Kritikpunkt mit Android fast komplett aus der Welt geschafft.

Limitierungen beim A9000

Doch irgendwo muss es bei einem ca. 100 Euro teuren Smartphone auch eine Grenze geben und natürlich gibt es selbige auch. Zwar unterstützt das A9000 wirklich alles was wir uns wünschen, doch in Sachen Performance kann es mit den guten Cpu’s der Markengeräte natürlich nicht immer mithalten. Ein Problem stellte dies aber nicht dar, denn beachten wir einige simple Regeln, spüren wir von der etwas geringeren Leistung kaum etwas.

Bei uns waren diese Limitierungen aber, wie bereits erwähnt, ziemlich gering. Nach ausgiebigem testen stellte sich heraus, dass wir am besten nur drei der fünf Desktops auch nutzen und auf aufwendige Live-Hintergrundbilder verzichten. Letzteres viel uns allerdings äußerst schwer, denn im App-Store von Android gibt es schließlich Stripperinnen als Live-Hintergrund.

Nachdem wir diese einfachen Regeln beachtet hatten, liefen Smartphone, Menü und Anwendungen, flüssig und schnell. Echte Limitierungen sind dies am Ende auch nicht, denn Live-Hintergründe fressen eh nur Energie (Akku) und fünf Desktops, braucht auch niemand. Erwähnen möchten wir hier aber auch, dass es durchaus teure Markengeräte gibt, bei denen Android ebenfalls nicht immer flüssig läuft.

Leider ist das A9000 etwas zu dick geraten.

Bestellen aus dem Ausland?

Eines der größten Probleme bei den Smartphones aus China, ist die Sache mit dem Versand und dem Vertrauen. Einen Händler der aus Deutschland liefert, scheint es nicht zu geben, die Bestellung aus dem Ausland klingt erst einmal unsicher. Doch ist sie eigentlich gar nicht.

Nachdem wir viele Vergleiche gemacht, Freunde befragt und Testberichte im Internet durchstöbert haben, fiel ein Händler stets positiv auf – Der Cect-Shop.com. Die Preise dort sind unschlagbar, die Auswahl ist groß und über den deutschen Support konnten wir uns auch nicht beklagen. Hinzu kam der Umstand, dass Freunde dort bereits mehrere Handys bestellt und erhalten haben, wozu also das Risiko mit einem anderen Shop eingehen.

Die positive Meinung bestätigte sich, denn der Versand mit DHL-Express funktionierte nicht nur reibungslos, sondern ging auch unglaublich schnell. In weniger als einer Woche erreichte uns unser Smartphone, besser geht es unserer Meinung nach nicht.

 

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