Defenders of Ardania Test


| Name: | Defenders of Ardania |
| Genre: | Strategie |
| Publisher: | Paradox Interactive |
| Entwickler: | Most Wanted |
| Release: | 15. Februar 2012 |
Überraschend
Defenders of Ardania ist wirklich überraschend, denn eigentlich hatten wir mit einem einfachen Tower Defense Spiel gerechnet. Doch Defenders of Ardania ist nicht nur einfach eines der eintausend Tower Defense Titel, es bietet mehr, viel mehr. Das ist eine echte Überraschung für uns, denn wie gesagt, eigentlich hatten wir nur mit einem weiteren 0-8-15 Spiel gerechnet.
Auf hohem Niveau
Schon von Anfang an fällt die Qualität von Defenders of Ardania auf. Die Menüs wirken stimmig, die Grafiken professionell, die mittelalterliche Musik stimmungsvoll. Während wir den ersten Level laden, was übrigens nur wenige Sekunden dauert, liest uns ein Sprecher die Geschichte vor. Dabei merken wir auch hier das hohe Niveau, denn auch in Sachen Synchronisation kann sich Defenders of Ardania sehen lassen. So sind fast sämtliche Bildschirmtexte mit guten Sprechern vertont worden, im Tutorial ist das Lesen überflüssig – So sollte es doch immer sein.
Tower Attack
Normalerweise ist Tower Defense lediglich Verteidigung, doch in Defenders of Ardania müssen wir den Feind auch noch vernichten. Das geht nicht einfach so, sondern nur strategisch klug. Wie üblich, bauen wir erst einmal Verteidigungen, nur um anschließend Einheiten zu rekrutieren. Ist die Verteidigung gut gesetzt, kommen die Gegner auch nicht durch, wir können uns also in Ruhe um den Angriff kümmern. Das Problem dabei ist einfach, denn auch der Gegner baut Türme und richtet seine Verteidigung auf. Wir müssen nun geschickt durch diese hindurch, um die Burg unseres Widersachers zu zerstören. Das erfordert viel Geschick, macht aber auch unglaublichen Spaß.
Möglichkeiten und Einheiten
Um unsere Burg zu verteidigen, bauen wir auf vorgegebenen Feldern Türme und erweitern so unser Gebiet. Manche Felder enthalten außerdem Rohstoffe, beschleunigen den Bau, erhöhen die Reichweite. Da der Gegner stets ebenfalls seine Türme und Verteidigungsanlagen platziert, müssen wir schnell sein, um möglichst die besten Felder zu besetzen.
Wie bereits erwähnt, schicken wir nach gelungener Verteidigung auch erste Einheiten los. Dort wählen wir aus Kriegern, Magiern und ähnlichen Klassen, immer taktisch klug zur Verteidigung des Gegners. Diese Einheiten steigen außerdem noch im Level auf, werden mit weiterer Nutzung also deutlich stärker, robuster, eben schlichtweg wertvoller.
Eine weitere Maßnahme ist das Zaubern, denn wir können unsere eigene Burg auch heilen. Das kostet allerdings Unmengen an Rohstoffe, sollte daher nur im Notfall passieren. Sinnvoller ist da schon ein Angriffszauber, mit dem wir noch schnell die Gegner vernichten, die es durch unsere Verteidigung geschafft haben.
All diese Möglichkeiten klingen nun erst einmal sehr komplex, doch im Spiel werden sie hervorragend umgesetzt. Nicht nur, dass alles gut, verständlich und intuitiv ist, es wird auch erst nach und nach freigeschaltet. Im Singleplayer lernen wir in fast jedem Level etwas neues kennen, ein weiterer Grund, warum Defenders of Ardania so unglaublich motivierend und unterhaltsam ist.
Eine Story die motiviert
Der große Unterschied zu anderen Tower Defense Spielen ist aber nicht nur der spielerische Tiefgang, sondern auch die Geschichte. Defenders of Ardania hat eine große Story, die in jedes Level eingearbeitet ist. Durch die hervorragende Synchronisation wird diese auch atmosphärisch in Szene gesetzt, so dass wir tatsächlich schnell in die richtige Stimmung versetzt werden. Dabei geraten wir immer wieder in Abenteuer, alles ist sehr mittelalterlich und magisch. Klar, die Story ist am Ende dann doch nur der Rahmen des Spiels, doch sie wertet die einzelnen Level spürbar auf und bringt Atmosphäre, in das eigentlich doch so taktische Spielprinzip.
Ein Abenteuer im Singleplayer
Durch die liebevollen Details, die gelungene Synchronisation, die Story, die den Levels mehr Sinn verleiht, sowie durch die vielen Möglichkeiten und Einheiten, wird der Singleplayer von Defenders of Ardania zu einem richtigen Abenteuer. Es ist eine Mischung aus Strategie, Tower Defense und Rollenspiel, die am Ende ein einzigartiges und durchaus fesselndes Spielvergnügen erzeugt. So sind wir schnell gefangen von Defenders of Ardania, merken gar nicht, wie viel Stunden bereits vergangen sind. Das ist selten bei solchen Titeln, doch Defenders of Ardania ist eben kein typisches Tower Defense, kein typisches Casual Spiel. Vielmehr wurde ein eigentlich einfaches Spielprinzip, mit Tiefgang und Atmosphäre aufgewertet.
Taktischer Multiplayer
So abenteuerlich der Singleplayer ist, so taktisch fällt dann der Multiplayer von Defenders of Ardania aus. Hier geht es nicht mehr um Atmosphäre und Geschichte, hier geht es um kluge Positionierung und geschickte Taktik gegen den Feind. Die Rangliste, eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten – Der Multiplayer von Defenders of Ardania macht einfach Spaß. Auch hier lassen sich ganze Abende mit dem Spiel füllen, einfach deswegen, weil es deutlich komplexer und aufwendiger ist, als die üblichen 0-8-15 Games. So entpuppt sich der Multiplayer als echter Dauerbrenner, den wir immer wieder einmal mit Freunden bestreiten.








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