Dustforce Test

Samstag, 11. 02. 2012 - 13:55 Uhr in Kleinkram
Dustforce Test
5
Name:Dustforce
Genre:Action
Publisher:Hitbox Team
Entwickler:Hitbox Team
Release:17. Januar 2012

Igitt ist das dreckig

Dreck und Staub ist alles andere als schön, anscheinend auch für die Entwickler von Dustforce. In dem Spiel dreht sich alles um den Besen und Dreck, also eigentlich ums einfache Putzen. Geputzt wird in Dustforce jede Menge, allerdings auf eine schnelle und coole Art und Weise. Mit dem Besen wirbeln wir umher, rasen über die Wege, und zwar so lange, bis auch das letzte Staubkorn hinfort gefegt wurde.

Dustforce Screenshot 1

Am Anfang ist Dustforce ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Mirrors Edge mit Besen

Dustforce erinnert schnell an die Sportart Parkour (irgendwie), wirkt ein wenig wie Mirrors Edge mit Besen. Während wir nämlich rasend schnell durch die Levels fegen, müssen wir immer wieder im richtigen Moment abspringen und die richtigen Knöpfe drücken, um mit einer Kombination über Abhänge zu springen. Das hat zwar nichts mehr mit Putzen zu tun, doch der Besen ist in Dustforce eben nicht alles. Vielmehr gilt es eine besonders gute Zeit zu erreichen, was gar nicht so einfach ist.

Stilsicherer Run

Das Schöne an Dustforce ist auch die Stilvolle Umsetzung, die sich sowohl auf die Grafik, als auch auf die Akustik bezieht. Zum einen sind die Hintergründe sehr liebevoll in Szene gesetzt, zum anderen motiviert der Soundtrack ungemein. In Verbindung entsteht schnell ein einzigartiges Feeling, eben eines, was einen nicht aufhören lässt.

Dustforce Screenshot 2

Die Levels werden direkt Ingame angewählt, Schlüssel werden freigespielt.

Ein Hauch Super Meat Body

Auch Super Meat Boy muss für einen Vergleich herhalten, denn manche Ecken in Dustforce sind durchaus ähnlich. So müssen wir in Kombinationssprüngen zwischen Wänden nach oben hüpfen, erleben dabei aber ebenso viel Frust, wie damals in Super Meat Boy. Manchmal gelingen uns nämlich einfachste Stellen nicht, welche beim Versuch am nächsten Tag aber ohne Problem klappen.

Ärger der Perfektion

So fordert Dustforce von uns geradezu die Perfektion, hat dabei aber relativ schnell sein Innerstes offenbart. Das Meiste haben wir nach einer Zeit gesehen, dann gilt es nur noch auf die Jagd nach besseren Zeiten und Rekorden zu gehen. Für frustresistente Spieler ist das Prinzip toll, wir sind in den späteren Levels allerdings oft genervt gewesen. Besonders ärgerlich ist es immer, wenn kurz vor dem Ende noch etwas schiefgeht. Doch das macht Dustforce aus, darin besteht auch der Langzeitspielspaß.

Dustforce Screenshot 3

Irgendwann wird Dustforce etwas eintönig, dann motiviert nur noch die Jagd nach der Bestzeit.

Nicht ganz so flüssig

Am Ende ist Dustforce toll, doch gerade bei der Steuerung gibt es einige Kontroversen. Die ist manchmal viel zu ungenau bzw. zu indirekt, was, wenn sie uns dann tatsächlich mal die Bestzeit kostet, für viel Ärger und Geschrei sorgt. Hier hätte ein wenig Tuning noch gut getan, zumindest wir halten die Bewegungen manchmal für etwas ungenau. Trotzdem Dustforce macht sehr viel Spaß, vielleicht auch gerade wegen der etwas indirekten Steuerung.

Zum Fazit und Testvideo von Dustforce

Neu: EUR 15,27   Gebraucht: EUR 9,90

Durchschnittswertung:

3.8 von 5 Sternen
Release Datum: 2011-04-28