Das Wort zum Sonntag: Ich will faire Preise
Vielleicht ist es nicht das aktuellste Thema, doch es regt mich derzeit wieder extrem auf. Grund ist der neue Alienware X51, der das Thema Dollar zu Euro nahezu unterstreicht. So beginnt der Preis in den USA bei 699 US-Dollar, in Europa dagegen wird das Gerät für 799 Euro angeboten. Eine Frechheit, die aber einen Trend unterstreicht.
Ich war noch nie reich, werde es vermutlich nie sein, doch gerade deshalb nerven mich solche Preise. Davon abgesehen, hat der Normalbürger in Deutschland immer weniger Geld übrig, im Vergleich mit den Amerikanern sowieso. Zwar verdienen die meisten in Amerika ähnlich wie wir, doch am Ende wird ihnen eben nicht so viel wieder aus der Tasche gezogen.
Bei Videospielen dagegen passt die Umrechnung meistens, denn selbige kosten in den USA normalerweise 60 US-Dollar, was ca. 45 Euro sein dürften. Es trifft also nicht bei allen Produkten zu, doch dennoch dürfte jeder von euch verstanden haben was gemeint ist.
Doch nicht nur die Umrechnung ist hin und wieder eine Frechheit, es sind eigentlich alle Preise. Die Reichen werden reicher, der kleine Bürger aber nicht. Während das Volk also [extrem]verarmt[/extrem], passt sich im Staat nichts an. Während Unser Präsident gratis bei Big-Bossen in den Urlaub fliegt, können sich viele gar keinen Urlaub mehr leisten. Doch nichts wird angepasst oder verändert.
Die Preise gleichen einem Betonblock. Keiner reduziert, keiner passt wirklich an. Spiele kosten 50 Euro, dass war schon immer so, wird auch so bleiben. Doch warum? Eine Theorie für die vielen Raubkopierer ist doch sicherlich, dass sich Schüler und Jugendliche schlichtweg keine Spiele für 50 Euro leisten können. Doch nicht nur Jugendliche, denn wer im Monat 50 Euro übrig hat, legt diese woanders meist deutlich sinnvoller und besser an.
Der Gedanke mit den Preisen ist nur ein Anstoß. Ich habe ihn nicht bis ans Ende gedacht, habe nicht dutzende Preise verglichen. Doch für mich ist dennoch Fakt, dass immer weniger Geld da ist, der Markt selbst sich aber kein Stück verändert, eher noch teurer wird. Ich bin und bleibe deshalb für günstigere Angebote, bin der Meinung, dass sich dann auch die Absatzzahlen erhöhen, eventuell sogar der gesamte Umsatz. Also wünsche ich mir für 2012 vor allem humanere Preise, die niemanden ausquetschen, sondern endlich mal fair sind. Vor allem für Downloads, bei denen die Publisher viel Produktionskosten sparen, möchte ich deshalb nicht den Preis einer Boxed-Version zahlen. Faire preise, mehr will ich gar nicht.




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