A Stroke of Fate: Operation Valkyrie Test


| Name: | A Stroke of Fate: Operation Valkyrie |
| Genre: | Adventure |
| Publisher: | Akella |
| Entwickler: | SPLine |
| Release: | 13. Februar 2009 |
Operation Walküre
Die Operation Walküre war ein Plan des Hitler Wiederstandes, um die Nazi-Regierung zu stürzen. Das Indie Adventure A Stroke of Fate: Operation Valkyrie versetzt uns nun in die Rolle von Gerhard Mayer, einem Angestellten der Zentrale für Reichssicherheit. Als dieser nun erfährt, dass die Gestapo die Aufständigen entdeckt hat, versucht er den Rebellen zu helfen, die Gestapo zu täuschen, das Nazi-Regime zu beenden. Ob ihm das gelingt?
Mit Liebe entwickelt
Die Entwickler haben sich viel Mühe gegeben, denn schon von Anfang an brilliert A Stroke of Fate: Operation Valkyrie mit einer gelungenen Atmosphäre. Um dieses Feeling zu unterstreichen, wählen wir zu Beginn erst einmal, ob wir in Farbe oder schwarz/weiß spielen wollen. In den Optionen finden wir später noch den Farbton sepia, der ebenfalls die Stimmung hervorragend unterstreicht. Dabei merken wir A Stroke of Fate förmlich an, mit wie viel Hingabe und Liebe es entwickelt wurde, denn überall glänzen kleine Details.
Detaillierte Hintergründe
Die Entwickler sind eher unbekannt, doch Talent für Adventures und Atmosphäre besitzen sie ganz sicher. Sämtliche Hintergründe sind hübsch in Szene gesetzt, teilweise sehr real und scharf texturiert, vor allem aber sehr fein ausgearbeitet. Dabei wirkt alles ziemlich realistisch, teilweise vielleicht auch etwas trist, doch genau das ist es, was die Kriegsstimmung im Spiel so fabelhaft unterstreicht. Schade ist hier nur, dass die Animationen natürlich längst nicht so gut sind wie der Rest, weshalb A Stroke of Fate: Operation Valkyrie Am Ende dann eben doch etwas veraltet wirkt.
Episch in Englisch
Da eine deutsche Sprachausgabe fehlt (Bitte liebe Publisher, bringt den Titel in Deutschland heraus), bleibt nur das Englische Original. Hier fallen die deutschen Wörter natürlich sehr stark auf, was auf der einen Seite manchmal witzig ist, auf der anderen aber wieder viel Atmosphäre erzeugt. Englisch sollten Spieler von A Stroke of Fate aber definitiv beherrschen, denn Gespräche spielen eine große Rolle im Spiel. Immer wieder bekommen wir Hinweise über lange Dialoge, führen Gespräche über den Krieg, erfahren das weitere Vorgehen. Manch ein Dialog wird so zum epischen Werke, leider aber eben nur auf Englisch.
Spielt sich anders
Wer A Stroke of Fate spielt wird sich wundern, denn der Titel ist kein typisches Adventure. Wir sammeln von Beginn an nicht einfach nur Gegenstände, die wir später kombinieren müssen, sondern erleben die Dinge vielmehr und lösen Rätsel logischer. Zwar gilt es hier und da mal einen Gegenstand zu benutzen, doch das meiste spielt sich über die Dialoge ab. So gibt es auch nicht unbedingt viele Items, denn die meisten Hotspots sind mehr oder weniger unwichtig. Insgesamt spielt sich A Stroke of Fate also geschichtlicher, glaubwürdiger, weniger mit Gegenständen, als vielmehr mit den virtuellen Worten. Vielleicht hat uns das Adventure auch gerade deshalb so gut gefallen, weil es eben kein typisches 0-8-15 Abenteuer ist und einen anderen Ansatz hat.
Operation In Germany?
Auch wenn wir hoffen, dass sich ein Partner für Deutschland finden wird, glauben wir es nur bedingt. A Stroke of Fate: Operation Valkyrie ist mit dem deutschen Recht nur stark zensiert vereinbar. Zensiert wäre aber ein Großteil der genialen Atmosphäre weg. So wäre eine deutsche Synchronisation, gerade wegen der vielen und langen Dialoge, zwar wünschenswert, doch lieber verzichten wir auf selbige, als durch die Zensur die atmosphärischen Details zu verlieren. So bleibt wohl nur der Griff zur englischen Version, die für jeden Fan von Adventures einen goldenen Griff darstellt. A Stroke of Fate erzählt eine tolle Geschichte, spielt sich mit den vielen Dialogen überraschend anders, ist vor allem aber einfach ein sehr gelungenes Adventure.
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