Arcania: Fall of Setarrif Test


| Name: | Arcania: Fall of Setarrif |
| Genre: | Rollenspiel |
| Publisher: | Nordic Games |
| Entwickler: | Spellbound |
| Release: | 25. Oktober 2011 |
Endlich veröffentlicht
Nun ist er endlich da, der DLC zu Gothic 4, der so lange auf sich warten ließ. Nach dem ganzen Drama mit Jowood, erscheint die Erweiterung nun über Nordic Games. Arcania: Fall of Setarrif ist dabei alleine lauffähig, Gothic 4 wird demnach nicht benötigt. Als ein Vollpreistitel sollte Arcania: Fall of Setarrif dennoch nicht angesehen werden, denn es ist und bleibt ein DLC, der schon nach ungefähr drei Stunden vorbei ist. Doch wie gut wurden wir in diesen drei Stunden unterhalten?
Start ohne Hürden
Der Start von Arcania: Fall of Setarrif beginnt ohne Hürden. Wer das Hauptspiel noch besitzt, lädt seinen alten Speicherstand, wer das Spiel nicht mehr installiert hat, wählt eine der drei Klassen. Dabei dürfen wir uns zwischen Magier, Krieger, sowie Schütze entscheiden. Haben wir die Klasse gewählt, geht es auch direkt los mit Arcania: Fall of Setarrif.
Ab nach Setarrif
Die Erweiterung beginnt genau da, wo Gothic 4 endete. Der Dämon ist noch nicht tot, hat nun die Stadt Setarrif verwüstet. Im Auftrag des Königs reisen wir anschließend höchstpersönlich nach Setarrif, wo uns Chaos und Zerstörung erwarten. Viel Story gibt es in Arcania: Fall of Setarrif allerdings nicht, unsere Zeit verbringen wir vor allem damit, jede Menge Gegner umzuhauen. Beginnt das Addon noch recht gemächig und wie ein typisches Rollenspiel, verkommt Arcania: Fall of Setarrif schnell zu einer Art Hack and Slay. Was übrig bleibt, sind drei Stunden anspruchsloses kämpfen.
Lass liegen
Die Hack and Slay Mechanik entsteht vor allem deshalb, weil wir eben schon als voll ausgerüsteter Held starten. Die Waffen wechseln wir fast nie, alles was wir in Truhen und bei Gegner finden, ist kaum von Bedeutung. Die Händler die wir treffen, haben außerdem nur Schrott dabei, es gibt also nichts was wir sammeln müssten. So lassen wir in Arcania: Fall of Setarrif einfach alles liegen, wir brauchen weder Gold, noch Waffen, noch Rüstungen, und wenn doch, dann bekommen wir selbige fast automatisch zugesteckt. So bringt die Erweiterung nur wenig Spielgefühl, denn die epische Quests fehlen ebenso, wie eine spannende Inszenierung.
Viele alte Fehler
Dabei hat Arcania: Fall of Setarrif auch fast sämtliche Fehler des Vorgängers übernommen. Absolut nervig ist die Tatsache, dass in jedem Gespräch die Maus in die Mitte des Bildschirms hüpft. Spielerisch relevant ist dagegen die dumme KI, die sich einfach unglaubwürdig verhält. Dazu gesellen sich noch weitere Dinge, wie zum Beispiel die Deckung im Kampf. Heben die Gegner ihr Schild, sind sie solange unverwundbar, bis sie eine Attacke starten. Für uns heißt das dann: Einfach stehen bleiben und warten bis sie loslegen, dann wird geprügelt. Es gibt noch weitere Fehler, doch diese hier haben uns beim spielen auffällig genervt.
Nichts Neues
Neues gibt es in Arcania: Fall of Setarrif auch nicht wirklich, obwohl ganz Setarrif ja eigentlich neu ist. Kleiner Haken daran: Besonders aufregend sind die Umgebungen nicht. Beginnt das Spiel noch abwechslungsreich und farbig, wird es schnell trist und grau, geht unter die Erde. Immer und immer wieder. Optische Akzente fehlen ebenso, wie Varianten im Gameplay, denn desto länger wir spielen, desto mehr streckt sich das Spiel. Eine spannende Geschichte erleben wir am Ende auch nicht, der finale Kampf entpuppt sich als langweilig. Ein weiterer Blender stellen die spielbaren Charaktere dar, die wohl nur zu Marketingzwecken eingebaut wurden. Die Szenen, in denen wir beispielsweise in die Haut von Gorn schlüpfen, sind nämlich kurz und belanglos.
Und Schluss
Wer Gothic 4 mochte, wird auch Arcania: Fall of Setarrif mögen. Das Spiel hat allerdings auch fast dieselben Macken, die gleiche Optik, das gleiche Spielgefühl. Was fehlt ist die Abwechslung von Gothic 4, denn nach dem gelungenen Start, sehen wir die ganze Zeit die gleichen Umgebungen. Die sind nicht wirklich offen, sondern bestehen aus Gängen und Tunneln. Trotzdem, wer an Gothic 4 Spaß hatte, wird auch an Arcania: Fall of Setarrif seinen kurzen Spaß haben. Die vier bis acht angekündigten Spielstunden, erreichen wir aber höchstens mit einer Überdosis Schlaftabletten.
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