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Grail Test

Grail Test

Mehr als es scheint

Als ich Grail starte, ein Spiel vom Ludum Dare 28, erwarte ich nicht allzu viel, denn in 48 Stunden lässt sich kaum ein Meisterwerk entwickeln. Doch interessante Konzepte und Ideen, die gibt es beim Ludum Dare ständig und auch Grail ist mehr als es Anfangs scheint. Zunächst wirkt das Spiel nämlich einfach, viel zu simpel, ohne großen Anspruch. Doch innerhalb von Sekunden wird klar: So einfach ist Grail gar nicht, weil es eben doch mehr als ein Durchlaufen liefert, weil es eben doch wieder eine interessante Idee verwirklicht. Ein kleines Minigame zum ausprobieren also.

Es gibt kein zurück

Warum Grail so schrecklich einfach wirkt? Weil es rein gar nichts zu tun gibt. Eine einzige Taste wird von dem Spiel verwendet und zwar die Pfeiltaste nach rechts. Mehr gibt es nicht zu beachten, mehr gibt es nicht zu tun. Das ist simpel, vielleicht zu simpel. Doch auf der anderen Seite gibt es auch kein Zurück mehr. Wer die Taste einmal drückt, kann nicht wieder zurücklaufen und jeder Schritt will gut überlegt sein. Grail hält dabei nämlich einige Hindernisse parat, die sich nur mit gezieltem Timing bewältigen lassen. Einfach durchrennen ist bei Grail also doch nicht möglich, es muss gewartet und reagiert werden.

Suche nach dem Kelch

Das Spiel stammt vom Entwickler Paul Lawitzki und liefert tatsächlich mehr als es Anfangs scheint. Es ist ein unterhaltsamer Plattformer, der alle Aktionen automatisch und doch nicht von alleine ausführt. Das erfordert umdenken und ergibt am Ende eine äußerst interessante Spielmechanik. Die führt mich auf die Suche nach einem Kelch. So geht es durch Gewölbe und Keller, Feinde wollen besiegt und Fallen sollte ausgewichen werden. Das alles klingt mit einer einzigen Taste nun Simpel, doch dem ist eben nicht so. Wer aber nur vorwärts kann, muss umdenken, denn ein mögliches Zurück gibt es dann nicht.

Fazit zu Grail

Mir hat Grail richtig gut gefallen. Ich habe nichts erwartet und am Ende doch ein interessantes Indie Game bekommen. Die Limitierung auf die ein Pfeiltaste ist super, das es kein Zurück gibt ebenfalls, denn so entsteht ein unheilvolles Gefühl. Jeder Schritt will genau überlegt sein, denn überall warten Gegner und Fallen. Für sich genommen ist Grail also mal wieder etwas Besonderes, im Detail aber nichts Spektakuläres. Es fühlt sich unterhaltsam an, wie ein Gameboy-Spiel, weil es optisch eben kaum begeistert, spielerisch aber irgendwie, trotz simpler Mechanik, Spaß bringt. Wer das aber mag oder sich gerne an einem etwas speziellen Gameplay erfreut, sollte Grail mal eine Chance geben. Das Ganze kann außerdem unkompliziert direkt im Browser gespielt werden.

Nur eine Taste und kein Zurück.