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Among Ripples Test


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Among Ripples Test

Mehr Arbeit als Spiel

Among Ripples ist kurzweilig, nicht sonderlich komplex und wird bestimmt auch nicht das Spiel des Jahres werden. Trotzdem stellt Among Ripples einen netten Spielplatz für ein eigenes Ökosystem zur Verfügung, denn genau darum geht es in dem kleinen Indie Game eigentlich auch. Ein eigenes kleines Ökosystem in einem Teich aufzubauen und dann dabei zuzuschauen, was daraus wird, wie es sich beeinflusst und reagiert. Erwartet aber lieber nicht zu viel Spaß, denn wo Simulation draufsteht, da ist meistens mehr Arbeit als Spiel drin. Also mal schauen was Among Ripples so zu bieten hat.

Ökosystem-Simulation

Dabei ist Among Ripples im Kern recht interessant. Ein Teich stellt mir das Spiel zur Verfügung und ich regel die verschiedenen Lebensformen in dessen Ökosystem. Welche Fische sollen leben, soll ein Otter in dem Teich schwimmen, gibt es mehr oder wenig Sauerstoff und was ist mit den Algen und Hummern am Grund? Im Kern ist das alles total interessant, weil es mich die Dinge ausprobieren lässt. Zu viele aggressive Tiere, das bedeutet, dass die kleinen Fische bald alle aufgefressen sind und so weiter. Es ist also eine Teich-Simulation, wenn man so will, die mich das Leben im Wasser steuern lässt, indem ich es indirekt durch die Lebensformen beeinflusse. Eine Ökosystem-Simulation quasi.

Sinnlose Beschäftigung

Das große Problem bei der Ganzen Sache ist nun wieder das Spielerische. Klar, als Indie Game muss Among Ripples nicht unbedingt nur unterhalten und weil es kostenlos ist stelle ich auch keine großen Ansprüche, nur ist Among Ripples am Ende dann eben doch sehr minimalistisch, um es mal freundlich auszudrücken. Es gibt viel zu wenig Möglichkeiten einzugreifen, es gibt zu wenig zu tun und so gleicht Among Ripples dann doch eher einem dezent interaktiven Bildschirmschoner. Ein bisschen die Mein-Teich.exe, die das virtuelle Aquarium ersetzt und mit einem Ökosystem punkten will. Aber wie schon gesagt: ich sehe das große Ziel von dem Ganzen nicht und so bleibt Among Ripples eine sinnlose Beschäftigung nebenbei.

Mit Buntstiften gemalt

Optisch gefällt mir das kleine Indie Game dagegen recht gut. Es kommt alles in einer Art handgezeichnetem Stil daher, was hübsch ist und ein bisschen was von Buntstifmalereien hat. Die Effekte und Animationen sind natürlich recht schwach, aber allgemein wirkt das Indie Game schon durchaus stimmig. Das ist allerdings auch nicht sonderlich schwer, weil es ja nun wirklich nicht gerade viel bietet und auch keine große Abwechslung präsentieren muss. So ist das alles ganz nett und sieht halt wie gemalt aus. Habe ich alles schon besser/schlechter erlebt.

Fazit zu Among Ripples

Among Ripples ist als Ökosystem-Simulation eigentlich recht interessant und vielversprechend, in seiner jetzigen Form aber leider zu wenig, um mich zu begeistern. Aktuell ist das alles nach ein paar Klicks geschehen, eigentlich schade, wo es doch auf Papier so spannend klingt, ein Ökosystem nach den eigenen Vorstellungen anzulegen und zu beeinflussen. Leider bringt mir Among Ripples am Ende aber eben nicht genug Elemente, nicht genug Abwechslung, nicht genug Perfektion. Das erwarte ich von einem kostenlose Indie Game auch gar nicht, in diesem Falle wäre mehr aber mal wieder schön gewesen. So ist es nur eine kleine Klickerei für die Mittagspause, die nur wenige begeistern wird. Wer auf meditative Casual Games steht, darf aber einen Blick riskieren.

Links

Among Ripples bei Gamejolt


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