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Endless Express Test


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Endless Express Test

Antwort auf den Train Simulator

An was denkt ihr, wenn ihr nach dem Zug oder der U-Bahn gefragt werdet? Also Ich denke sofort und ohne zu zögern an überteuerte Preise, dreckige Sitze, Hitze im Sommer, Wartezeiten und Verspätungen, Streiks und Vollidioten die sich vor den Zug schmeißen. Florian Veltmann sieht das eventuell ein wenig anders, denn er erschuf für einen Wettbewerb das Indie Game Endless Express. Quasi die Antwort auf den Train Simulator. Warum? Weil Endless Express das passende Gegenstück zum Zug-Simulator ist, nämlich eine Art Fahrgast-Simulator. Ihr schaut auf die Uhr und versucht einen Zug nach dem anderen zu erwischen. Ob ihr, wie im echten Leben, dabei mit ständigen Verspätungen und Problemen zu rechnen habt? Schauen wir mal wie realistisch Endless Express am Ende wirklich ist.

Ein unbehagliches Gefühl

Endless Express beginnt wie jede Bahnfahrt, also mit heftiger Verwirrung. An welcher Haltestelle stehe ich genau, wie spät ist es eigentlich und warum ist der Zug noch nicht da? In Ego-Perspektive kann ich mich wie in einem Shooter bewegen, suche zunächst einmal nach dem Fahrplan. Der ist, wie es mir scheint, sehr ironisch von der Bahn übernommen, also ähnlich kompliziert zu verstehen und nicht auf den ersten Blick verständlich. Also fühle ich mich unwohl und so ist Endless Express dann wirklich wie die Bahn. Man fühlt sich sofort verloren, allein gelassen, ein unbehagliches Gefühl macht sich breit. Als würde ich in der echten Bahn sitzen. Verblüffend.

Im Zug eingeschlafen

Eine echte Story gibt es nicht, Endless Express lässt mich einfach in eine generische Rolle schlüpfen. In der Bahn mit ich eingeschlafen und nun wache ich panisch an einem mir unbekannten Bahnhof auf. Wie komme ich nach Hause, wo bin ich überhaupt? Map und Fahrplan geben Auskunft, der nächste Zug kommt ebenfalls schon an, ich steige also einfach mal per Knopfdruck ein. Schon wache ich am nächsten Bahnhof auf, Innenräume der Bahn muss ich nicht sehen, zum Glück, denn so schön ist Zug fahren eigentlich nicht. Zumindest empfinde ich das so. Also switche ich von Bahnhof zu Bahnhof und erkunde ein wenig meine Umgebung. Spannend ist das nicht unbedingt.

Unspektakulär aber okay

Grafisch ist Endless Express ansonsten hübsch aber unspektakulär. Nicht schön, nicht hässlich, okay für ein kleines Minispiel eben. Minimalistische Optik erwartet Spieler, wie man das von kostenlosen Indie Games eben so gewohnt ist. Von Spielen die innerhalb eines Wettbewerbs entstanden sind sowieso. Mir gefällt es trotzdem recht gut, weil jede Station ihren eigenen Look hat und es so ein bisschen das Gefühl vermittelt, als würde jede Fahrt am anderen Ende der Welt enden. Es ist wie die Suche nach der richtigen Station, die Suche nach einem endgültigem Ziel. Dumm nur, dass es gar nicht so viele Stationen gibt, die Suche also schnell vorrüber ist.

Fazit zu Endless Express

Keine Frage, mit Endless Express erwartet euch keine spielerische Glanzleistung. Es ist, zumindest für mich, eine Hommage an die Bahn. Auf der einen Seite spielt es die Situation nach, bei der ihr im Zug einfach mal wie ein Profi einschlaft und plötzlich an einer vollkommen fremden Haltestelle aufwacht, auf der anderen ist es aber eben genauso wirr wie die Bahn, samt dem Fahrplan. Ist ganz lustig, für mich der sich für Indie Games interessiert und auch die Wettbewerbe alle im Auge behält. Für den normalen Spieler ist das allerdings gar nichts und zu tun gibt es hier auch nichts. Also echt nur was für Kenner, die nichts erwarten, sondern nur einen interessierten Blick drauf werfen wollen.

Links

Endless Express Website


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