ZOCKAH.DE

Take on Helicopters Test


Auf Facebook teilen

Eine Simulation?

Bevor wir detailliert über das Spiel fachsimpeln, sollten wir erst einmal eine einfache Frage klären. Ist Take on Helicopters nun eine waschechte Simulation geworden, oder doch eher ein Spiel mit dem Fokus auf Action und Unterhaltung? Im Grunde ist der Titel von Bohemia Interactive beides, denn die Steuerung und der Realismus lassen sich frei anpassen, so dass sich Take on Helicopters entweder angenehm (aber dennoch anspruchsvoll), oder extrem komplex steuern lässt. Wir haben uns für die angenehme Variante entschieden, sind aber dennoch, dass ein oder andere mal ruck zuck abgestürzt.

Take on Helicopters ist eine Simulation, allerdings auch für Anfänger des Genres.

Die Story vom Krieg

Tatsächlich verfügt Take on Helicopters über eine richtige Story, die die Missionen im Spiel miteinander verknüpft. Die Geschichte dreht sich dabei um den Flugbetrieb der Familie Larkin, der zwar eine lange Tradition hat, inzwischen aber kurz vor dem Bankrott steht. Im Spiel ist es nun unser Ziel das Familienunternehmen zu retten, doch das ist natürlich leichter gesagt als getan. Tatsächlich ist die Story schön gemacht und kann durchaus unterhalten, da verschiedene Szenen auch immer wieder im Büro bzw. abseits des Hubschraubers stattfinden.

Doch was wäre ein Spiel von Bohemia Interactive ohne Krieg? Immerhin zeichnet sich der Entwickler auch für Arma 3 verantwortlich. Kein Wunder also, dass es im Laufe der Story immer wieder Rückblenden gibt, in denen wir Kriegseinsätze in Südostasien fliegen. Die sind im Grunde zwar nur dezent anders, bringen aber zumindest farblich, eine willkommende Abwechslung in das Spielgeschehen von Take on Helicopters.

Fliegen mit dem Gamepad

Wie bereits am Anfang erwähnt, ist Take on Helicopters keine knallharte Simulation. Einfach ist das Spiel aber dennoch nicht zu steuern, weshalb es selbst auf der einfachsten Stufe ein wenig Geschicklichkeit benötigt, um den Helikopter zu manövrieren. Das Fliegen lernen wir deshalb zunächst in einigen Tutorials, doch die wirklichen Reaktionen in der Luft, zeigt uns dann erst die Praxis. So müssen wir Motoren starten, den Schub erhöhen, sehr behutsam lenken, aufpassen, dass wir nicht plötzlich weggedrückt werden. Gerade am Anfang, sind wir das ein oder andere mal urplötzlich abgestürzt.

Steuern lässt sich Take on Helicopters mit jeder Menge Hardware, doch sowohl auf Tastatur, als auch auf unserem Xbox 360 Gamepad, ließen sich die Helikopter gut beherrschen. Vor allem mit Gamepad, erhielten wir schnell ein nachvollziehbares Feeling für unseren Heli. Natürlich lässt sich die gesamte Steuerung auch noch sehr detailliert und genau einstellen.

Während der Story spielt sich nicht alles im Helikopter ab, auch die Welt selbst existiert im Spiel.

Hungrig nach Hardware

Die Technik von Take on Helicopters leidet unter den typischen Macken der Bohemia Interactive Spiele. Sie setzt zwar auf Realismus und sieht hier und da wirklich gut aus, doch insgesamt ist die Technik etwas veraltet, vor allem aber nur grausam optimiert. Das Spiel frisst unsere Hardware zum Frühstück, ruckelt im Menü, läuft im Spiel dann aber plötzlich flüssig. Hin und wieder gibt es Grafikfehler, sogar Bugs, bei denen wir zwar weiterfliegen, der Helikopter um uns herum aber verschwunden ist. Bohemia Interactive arbeitet derzeit zwar fleißig an Patches, doch wir bezweifeln einfach mal, dass diese wirklich etwas großes verändern werden.

Davon abgesehen, lässt sich Take on Helicopters aber immerhin in jeglicher Hinsicht konfigurieren. Die Optionen sind vielfältig, jedes Feature der Engine lässt sich regulieren oder abschalten, was letztendlich dann doch dafür sorgt, dass wir das Spiel ohne Probleme spielen können. So ist die Engine zwar alles andere als optimiert, doch immerhin dürfen wir sie nach Belieben einstellen und anpassen.

Jede Menge zu tun

Das Schöne an Take on Helicopters, ist auch der allgemeine Umfang des Spiels. Es gibt den Freiflug, in dem wir einfach vor uns hin fliegen dürfen, die Story, in der wir vorgegeben Aufgaben und Ziele haben, jede Menge Herausforderungen, sogar Time Trials, in denen wir Checkpoints durchfliegen müssen. Kurz gesagt: Wir haben mehr als genug Möglichkeiten uns zu unterhalten.

Als Schauplätze liefert uns Take on Helicopters Seattle und Südostasien. Seattle ist dabei 60 Quadratkilometer groß, Südostasien 120 Quadratkilometer. Dabei gibt es in den Landschaften hier und da durchaus etwas zu sehen, doch insgesamt hätten die Maps auch ruhig ein wenig spektakulärer sein dürfen. In Sachen Helikopter unterscheidet Take on Helicopters in drei Typen, nämlich Leicht, Medium, sowie schwer. Vor allem bei den größeren Hubschraubern, macht sich schnell ein anderes Handling/Gefühl bemerkbar.

Die Einsätze für das Militär, sind Rückblenden in die Vergangenheit.

Zwischen den Stühlen

Am Ende ist Take on Helicopters für uns persönlich dann aber doch eine reine Simulation geworden, zu schwer lassen sich die Hubschrauber fliegen. Zwar ist der Titel noch lange nicht so komplex wie der Microsoft Flight Simulator oder X-Plane, doch ein Actionspiel sieht ebenfalls anders aus. Wer Fliegen will muss sich konzentrieren, spektakuläre Szenen gibt es keine, das meiste in Take on Helicopters ist Routine. Wer schon immer mal fliegen wollte, oder im MS Flight Simulator und X-Plane die Story vermisst, der sollte sich Take on Helicopters ruhig mal anschauen.

Links

 


Auf Facebook teilen